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EINFACH ICH. WER ICH BIN UND WAS ICH WILL.
1966 geboren in Essen, lebe ich heute in Frankfurt am Main. Kaufmännischer Angestellter und freiberuflicher Texter. Zahlreiche Veröffentlichungen in Zeitschriften und Anthologien. Projekte: Hammerbrecht und die Muse (2002-2003), Einfach Gefühlsecht
Sprache ist Klang, Sprache hat nur einen Wert, wenn sie klingen kann. Deshalb können wir Literatur mit innerem Hören gleichsetzen. Meine Arbeiten, die ich seit meiner Kindheit verfasse, sind reine Klangspiele. In meinen Arbeiten manifestiere ich das Erlebte seit jungen Jahren. In Essen aufgewachsen erlebte ich eine ganz normale Kindheit und doch wurde mein Leben, und damit der Umgang mit den Dingen, meine Ansichten der Dinge, durch einen großen Einschnitt geprägt: im Alter von fünf Jahren erlitt ich einen Schlaganfall und bin seitdem halbseitig gelähmt.
Aufgehalten hat mich dieses körperliche Handicap nicht, sondern es hat mich in meiner Kreativität bestärkt. Mit zehn Jahren habe ich begonnen zu schreiben. Die Folgen meiner Krankheit haben meine Arbeit genährt. Es geht in meinen Texten um Alltäglichkeiten, Banalitäten und irrelevanten Situationen, die in Gefühlmonumentalitäten ausarten. Dabei wird durch Worte im Inneren gestochert, alles Tiefe aufgewühlt und dann in einer modernen, simplen aber eindringlichen Sprache buchstäblich ins Bild gesetzt. Meine Aphorismen über Liebe und Zweisamkeit sollen beim Leser und Hörer eine Gänsehaut erzeugen.
Mit 13 bin ich auf ein Internat gekommen, wo ich ereignisreiche Jahre erlebte, die mich ebenfalls zum Schreiben bestärkten. Jede Seite seines neuen Buches beschreibt eine Geschichte, mit der jeder von uns bereits Bekanntschaft gemacht hat. Dabei eröffnet sich in jeder einzelnen Sprachmetapher eine Perspektive auf das Leben. Federleichte Wortspielereien, deren Beweggründe ganz einfachen Motive zu Grunde liegen: Eifersucht, Liebe, Wut, Verzweiflung, Hochachtung, Freude und Entsetzen spiegeln uns unsere eigene Gefühlswelt.
1984 wechselte ich wieder nach Essen, um dort mein Fachabitur zu machen. Dort wurde ich auch Mitglied der Essener Literaturwerkstatt und Mitherausgeber der regionalen Literaturzeitschrift "Buchstäblich". Seit dieser Zeit hat sich mein Stil kontinuierlich weiterentwickelt. Als Hauptelement meiner künstlerischen Arbeit hat sich die Sprachwiederholung herauskristallisiert. Häufig bediene ich mich auch gerne existierender Floskeln und lasse deren Sinn durch Hinzufügen mehrerer Worte in einem ganz neuen Licht erscheinen. Um meine Kreativität zu nähren, versuche ich immer wieder neue Erfahrungen zu sammeln und neue Beziehungen einzugehen.
Im Jahre 1997 zog ich nach Frankfurt am Main, um dort zu leben und zu arbeiten, verfolge jedoch weiter mein Ziel. Ich will keinem etwas vormachen. Ich konfrontiere die Leser mit einer vielleicht etwas brutalen Ehrlichkeit. Kein Schnörkel, keine unnötige Verschlüsselung, kein dekorativer Schnickschnack. Meine Aphorismen sind glasklar und einfach gegliedert und laufen oft ins Unendliche aus.
Wie das Napeleonsyndrom bei kleinen Menschen, bauschen sich die Gedichte in einen Sprachzirkus auf, blähen dabei und sorgen für ein Riesentheater. Mit Hilfe der Gedichte wird ‚Inneres Gerümpel’ wieder gerade gesetzt. Für mich sind Texte mehr als die Aneinanderreihung mehrerer Worte. Meine Texte sollen den Leser und Zuhörer berühren und ihn mitnehmen auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle.
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